Kerkuk ( kurdisch: Kerkûk, DMG Kirkūk,arabisch كركوك, türkisch: Kerkük) ist eine Stadt im Norden des Irak und das Zentrum der irakischen Erdölindustrie.
Die Bevölkerung Kirkuks lag 2003 bei 755.700 Einwohnern. Den größten Bevölkerungsanteil haben die Kurden. Den Rest bilden zum größten Teil Araber und Turkomanen. Kleinere Minderheiten sind unter anderem die Assyrern.
Als die Araber im Zuge der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert den Nahen Osten eroberten, nannten sie die Stadt Kirkheni (Zitadelle). Andere arabische Namen waren Bajermi oder Jermakan, was vom kurdischen Namen Garmian (was warme Gebeit bedeutet) abstammt (die Umgebung von Kirkuk ist im Vergleich zur restlichen Kurdistan hat ein warmes Wetter ).

Geschichte:
Die Geschichte von Kirkuk geht mehrere Jahrtausende zurück. Kirkuk war Hauptstadt des hurritischen Reiches von Arrapcha. Durch die Archive von Nuzi liegen gute Informationen über besonders die Wirtschaft von Arrapcha vor.
Arrapha wurde um 1250 v. Chr. durch Tukulti-Ninurta I. erobert, konnte danach aber seine Selbständigkeit kurz wieder erlangen. Im 10. und 11. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich die Stadt unter den Assyrern gut. Die Stadt lag auf der Route der assyrischen Kriegszüge gegen Urartu und andere nördliche Länder. So erfolgte der Kriegszug des Nabopolassar 609 bis 607 v Chr. gegen Urartu über Arrapcha, Arbil, Nisibis, Mardin und den Tur Abdin.

Doch die Assyrer wurden später durch ein Bündnis von Medern und Babylonier geschlagen. So fiel die Stadt Arrapcha an die Meder (kurdische Vorfahren) und nach ihnen an die Achamäniden.
Im 7. Jhr n. Chr. fiel das Gebiet unter arabisch-islamische Herrschaft. Bis zum Ende des 14. Jhr. wurde Kirkuk von Daquq aus verwaltet. Im späten Mittelalter gehörte Kirkuk zum osmanischen Wilayet Schahrazor, dessen Hauptstadt es seit dem 16. Jhr war.
Im April 2003 wurde die Stadt im Laufe des Irak-Krieges von alliierten Truppen und kurdischen Kämpfern erobert. Die Kurden waren Hauptakteure im Kampf um die Befreiung des Iraks, als sie die Nordfront bildeten und unter anderem durch geschickte Diplomatie Mosul und Kirkuk praktisch kampflos übernahmen.
Arabische Einwanderer:
Die zwei bedeutendsten arabischen Familien waren die Tikriti und die Hadidi (الحديدي). Die Tikriti wanderten, wie ihr Name sagt, im 17. Jhr aus Tikrit nach Kirkuk ein. Andere arabische Familien, die während der osmanischen Herrschaft hier siedeln, sind die Al-Ubaid (العبيد) und die Al-Jiburi (الجبور). Die Al-Ubaid wurden von anderen arabischen Stammen aus ihrer Heimat nordwestlich von Mosul vertrieben. Sie siedelten im Stadtteil Hawija.
Aber die größte Welle arabischer Einwanderer geschah im Zuge der Siedlungspolitik Saddam Husseins in den 60er bis 90er Jahren des 20. Jhr..


Türkmenische Einwanderung:
Als Kirkuk im 16. Jahrhundert von den Safawiden erobert wurde, begann die Besiedlung mit turkmenischen Stämmen. Die Safawiden versuchten ihre schiitische Konfession der sunnitischen Bevölkerung aufzudrücken.
Aus der turkmenischen Sicht gab es drei Einwanderungsperioden. Die ersten Turkmenen kamen als Soldaten der umajjadischen und abbasidischen Kalifen nach Kirkuk. Doch diese ersten Einwanderer wurden von der Urbevölkerung aufgesogen und intregiert. Die zweite Einwanderungswelle kam mit den Seldschuken, als Tughrul Beg 1055 ins heutigen Irak einfiel. Die Seldschuken hielten die Stadt Kirkuk 63 Jahre lang. In osmanischer Zeit zogen dann immer mehr Turkmenen nach Kirkuk.
Wirtschaft:
Die Ölfelder von Kirkuk wurden 1927 entdeckt und 1934 in Betrieb genommen. Sie sind seither das Zentrum der nordirakischen Erdölproduktion. Die Felder haben ein Volumen von ca. 16 Milliarden Barrel. Davon ist mittlerweile aber schon ein Teil gefördert, so dass sich heute (1998) noch gut 10 Milliarden Barrel in den Feldern befinden.
Pipelines aus der Stadt verlaufen durch die Türkei nach Ceyhan zum Mittelmeer und waren eine der beiden Hauptexportrouten für irakisches Öl im UNO-Programm Oil for Food der letzten Jahre. Kirkuk ist ferner Marktzentrum eines Gebiets, in dem Schafzucht, Getreide- und Obstanbau betrieben werden.
Mahabad (persisch مهاباد [mæɦɔːˈbɔːd], kurdisch: Mehabad مههاباد [məhɑːˈbɑːd]) ist eine kurdisch geprägte Stadt im Nordwesten des Irans in der Provinz West-Aserbaidschan und Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Sie hat etwa 174.000 Einwohner. Die Stadt liegt südlich des Urmia-Sees, in einem engen Tal auf 1.300 m Höhe.
Geschichte:
Mahabad war auch unter dem Namen Sablakh (سابلاخ) bekannt und zunächst ein kleines Dorf in der Deryaz-Ebene, bis der Chef des kurdischen Mukri-Stammes Budaq Sultan es mit dem Einverständnis der Safawidenkönige zur Hauptstadt seiner Region machte. Der Name Sablakh ist vielleicht mongolischen Ursprungs. Während der Dynastie der Safawiden war die Region von Mukriyan („Land der Mukri“), die Mahabad einschloss, eines der Zentren des Widerstandes gegen Schah Abbas I. den Großen.
Die Republik Mahabad (Kurdisch: Komara Kurdistan a Mahabadê, persisch جمهوری مهاباد), auch Republik von Mahabad, Republik Mahabad oder Volksrepublik Mahabad genannt, war der einzige kurdische Nationalstaat. Mit der Republik Ararat gab es 15 Jahre vorher schon einen Versuch, der aber scheiterte. Die Republik Kurdistan wurde im Nordwesten des zu jenem Zeitpunkt teils von Großbritannien, teils von der Sowjetunion besetzten Iran gegründet und bestand vom 22. Januar bis zum 16. Dezember 1946. Die besonders in Europa verbreiteten Beinamen des Staates beziehen sich auf seine Hauptstadt Mahabad.
Die Stadt wird gelegentlich die heimliche Hauptstadt Kurdistans genannt. So war Mahabad, das im Osten Kurdistans liegt, vom 22. Januar bis zum 16. Dezember 1946 die Hauptstadt eines kurdischen Staates der Neuzeit, der Republik Kurdistan.
Auf dem Car-Cira-Platz wurden am Ende der Republik, deren Anführer hingerichtet. Seitdem ist die Stadt in den Bergen eines der wichtigsten Symbole des kurdischen Nationalismus.Jedoch wird so klar, was für einen Wert diese Stadt für viele Kurden, auch über den Iran hinaus hat.
In Mahabad wurde der Führer der Demokratischen Partei Kurdistans Masud Barzani geboren. Sein Vater Mustafa Barzani wurde hier am 5. März 1979 begraben. 1993 wurde sein Grab dann in sein Dorf überführt, wo er neben seinem Sohn Idris Barzani begraben ist.


Kultur:
Mahabad ist eines der Zentren der kurdischen Kultur und Literatur in Iranisch-Kurdistan. Viele Dichter und Schriftsteller haben in dieser Stadt im 20. Jahrhundert gewirkt. So unter anderem Hejar (Abdurrahman Sharfkandi) (1920-1990), Hêmin (Sayyed Moháammad Amini Shaykho-al-Eslam Mokri) (1920-1986), Abdorrahamn Zabihi (1920-1980) und Giw Mukriyani. Während der Zeit der Republik Kurdistan wurde Hejar der Titel Kurdistans National-Dichter verliehen.
Der Dialekt von Mahabad ist im westlichen Iran literarischer Standard der kurdischen Sprache. Er ist eng verwandt mit dem im irakischen Teil Kurdistans gesprochenen Sorani.
Diyarbakır (kurdisch Amed) ist eine Provinz im Südosten der Türkei, mit der Hauptstadt Diyarbakır. Die Provinz hat eine Fläche von 15.355 km² und eine Bevölkerung von 1.460.714 (2007) Menschen. Nachbarprovinzen sind Malatya, Elazığ, Bingöl, Muş, Batman, Mardin, Şanlıurfa und Adıyaman. Diyarbakır liegt geografisch gesehen in Nordmesopotamien und hat dementsprechend eine alte und lange Geschichte.
diyarbakir.com
Bevölkerung:
Die Bevölkerungsmehrheit stellen die Kurden. Die hier lebenden Kurden sprechen meist Kurmanci. In einigen Landkreisen dominiert jedoch das Zazaki. Von den einst zehntausenden christlichen Armeniern und Aramäern leben heute nur noch wenige hundert in der Provinz. Abgesehen von dieser relativ kleinen christlichen Minderheit in der Provinzhauptstadt Diyarbakır sind alle Bewohner sunnitische Muslime. Einst gab es auch hier eine beträchtliche Anzahl von Yeziden.
Bismil verfügte bis vor ein paar Jahrzehnten auch über eine größere türkisch-turkmenisch-stämmige Bevölkerung. Die meisten sind spätestens seit Ende der 1980er oder der frühen 1990er in die westlichen Großstädte gezogen. Einige Dörfer (beispielsweise Türkmenacı) in der Umgebung von Bismil haben noch immer eine türkisch-turkmenische Bevölkerungsmehrheit.


Geographie:
Diyarbakır ist eine von Bergen umgebene Provinz. Zu Mitte hin befindet sich eine Senke, welche von West nach Ost verläuft und größtenteils vom Tigris geformt worden ist. Im Norden befindet sich der Taurus, der die Regionen Ostanatolien und Südostanatolien voneinander trennt. Im Südwesten liegt der Karacadağ. Dieser erloschene Vulkan befindet sich an der Grenze zu Şanliurfa. Der höchste Punkt ist mit 1957 m der Kolubaba-Gipfel. Die erstarrten Lavamassen reichen bis zur Tigris-Senke. Der wichtigste Fluss der Provinz ist der Tigris, der, aus Elazığ kommend, durch die Provinz fließt. Er fließt an der Stadt Diyarbakır vorbei und nimmt noch andere Flüsse auf, bevor er nach Süden fließt. Im Nordwesten streift ein Nebenfluss des Euphrat die Provinz. Im Rahmen des Südostanatolien-Projektes wurden mehrere Staudämme errichtet.

Chanaqin (arabisch خانقين, DMG Ǧānaqīn, kurdisch خانه قين Xaneqîn) ist eine Stadt nahe der Autonomen Region Kurdistan im nordöstlichen Irak in der Provinz Diyala, nahe der iranischen Grenze. Die Bevölkerungszahl beträgt schätzungsweise 175.000 Einwohner,.
Chanaqins ursprünglicher Name war Du-Khānag (دوخانگ) was persisch war und Die Zwei Häuser bedeutete. Nachdem die Araber diese Gebiete erobert hatten, wurden viele Namen arabisiert. So wurde das Wort Du (dt: Zwei) durch den entsprechenden arabischen Suffix -ayn ersetzt. Dadurch wurde aus Du-Khānag Khānag-ayn und schliesslich Khanaqin.
Chanaqin wird vom Fluss Alwan durchflossen, der eine bedeutsame Rolle bei der Kultivierung des Landes sowie der Ausprägung einer stark bäuerlichen Gesellschaft gespielt hat. Der Fluss wird von der Bevölkerung als Symbol der Einheit und ihrer kurdischen Identität betrachtet.

Bevölkerung:
In der Region um Chanaqin bilden Kurden die Bevölkerungsmehrheit, sie sprechen überwiegend die kurdischen Dialekte Kalhurri und Gorani. Während der systematischen Arabisierungspolitik des irakischen Regimes wurden Araber in der Stadt angesiedelt, die Kurden wurden in den Süden des Iraks umgesiedelt oder sind in den kurdisch kontrollierten Norden geflohen. Nach dem Sturz von Saddam Hussein wollen die Bewohner, dass die Stadt an die Autonome Region Kurdistan angeschlossen wird. Dies soll mit einem Referendum bestimmt werden. Khanaqin wird von vielen kurdischen Stämmem wie den Arkewazi, den Talabani, den Jaff, den Dalewi, den Bajalan, den Gimur und den Suremeri besiedelt.
Wirtschaft:
Nach Kirkuk ist Chanaqin die zweitgrößte Stadt mit Ölindustrie im Norden des Irak, es gibt eine Ölraffinerie sowie eine Pipeline nach Bagdad.
Das Ölfeld Naft Khana liefert bis zu 16.000 Barrel Öl pro Tag. Das Ölfeld reicht auch in den Iran rein und wird daher auch vom Iran genutzt. Im März 2006 wurde die Ölförderanlage repariert, so dass das Niveau vor dem Irakkrieg wieder erreicht wurde. Gegenwärtig wird das Öl per Trucks zur Raffinerie Al Daura gebracht.
In Chanaqin ist der Bau einer Raffinerie vorgesehen, die pro Tag 20.000 Barrel Öl direkt vor Ort verarbeiten soll.
Kermānschāh (persisch کرمانشاه /kʲermɔːnˈʃɔːh/, kurdisch: Kirmashan) ist die Hauptstadt der iranischen Provinz Kermānschāh und liegt damit an der Grenze zum Irak. Kermanshah hat ein kontinentales Klima. Die geschätzte Bevölkerung der Stadt ist 822.921 (Jahr 2005) und die Majorität der Einwohner sprechen Kalhori Dialekte von kurdisch.
Kermānschāh wurde im 4. Jahrhundert unter der Herrschaft des Sassaniden Bahram IV. gegründet. Es war eine Sommerresidenz der Könige des Sassanidenreichs, besonders Chosrau II. genannt Pervez, der dort einen Palast errichtete. Die berühmte Geschichte von Chosrau und Schirin im Schahnameh, ebenfalls aufgenommen von Nizami und Mir Ali Sher Nava'i (Schirin und Farhad), bezieht sich auf die Zeit von Chosrau Pervez. Die Stadt war zu der Zeit , ebenso wie Hamadan, ein wichtiger Ort an der Handelsroute nach Bagdad.
Im 7. Jahrhundert eroberten Araber die Stadt und im 11. Jahrhundert die Seldschuken. Die Seldschuken machten die Stadt zur Provinzhauptstadt der neu gegründeten Provinz Kurdistan, die den heutigen iranischen Teil Kurdistans enthielt.


Infolge der Islamischen Revolution wurde Kermānschāh und die dazugehörige Provinz in Bakhtaran umbenannt, um Reminiszenzen an das Schah-Regime zu tilgen. Mittlerweile ist die traditionelle Namensform aber wieder gebräuchlich.
Die Provinz liegt im Westen des Iran, an der Grenze zum Irak. In Kermānschāh leben vor allem Kurden, aber auch eine Anzahl von Luren. Unter den Kurden sind die Sorani sowie Gorani Dialekte verbreitet.
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